Gesamtschule: Das Ländle prescht vor und sagt bald Ade zum Gymnasium


BERICHT: NINA HORACZEK

Politik | aus FALTER 22/15 vom 27.05.2015

Vor knapp zwei Wochen war die schwarze Welt noch in Ordnung. Da bekräftigte die ÖVP auf ihrem Parteitag das Ja zum Gymnasium.

Vergangenen Freitag kamen aus Vorarlberg ganz andere Töne. Landesrätin Bernadette Mennel (ÖVP) lud mit Bildungsexperten zu einer Pressekonferenz und erklärte, Vorarlberg werde sein Bildungssystem auf eine gemeinsame Schule der Zehn-bis 14-Jährigen umstellen. Spätestens in zehn Jahren werde die Trennung in Gymnasium und Neue Mittelschule passé sein.

Was ist denn da passiert? Schon Anfang 2013 hat die Vorarlberger Landesregierung ein Forschungsprojekt über eine gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen in Auftrag gegeben. Als ÖVP und Grüne vergangenen Herbst eine Koalition bildeten, einigten sie sich darauf, die Ergebnisse dieser Untersuchung, bei der unter anderem fast 20.000 Lehrer, Schüler und Eltern befragt wurden, abzuwarten.

Am Freitag wurden diese nun präsentiert und waren eindeutig: Die Studienautoren empfehlen mittelfristig eine Umstellung auf

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