Wiener Festwochen Tipps

Theater oder nicht? Tschechow ganz neu

Lexikon | aus FALTER 22/15 vom 27.05.2015

Ein Landsitz in Russland. In schrecklicher Langeweile öden sich die Gäste gegenseitig an und machen sich mit kleinen Sticheleien das Leben zur Hölle. Tschechows Tragikomödie "Die Möwe", in der es um die Liebe, die Kunst und den Kampf der Generationen geht, wurde schon zahlreiche Male aufgeführt. Auch in Wien steht das Stück alle paar Jahre auf dem Spielplan. Der kroatische Regisseur Bobo Jelčić verzichtet in seiner international gefeierten Inszenierung ("Galeb") auf jedes vertraute Tschechow-Ambiente und sprengt die Konventionen bisheriger Lesarten. Er lässt seine Schauspieler zwischen Realität und theatraler Fiktion balancieren. Sieht man jetzt die Figur der Mascha oder einfach eine Schauspielerin, die diese spielt? Und wer ist dieser Bühnenarbeiter, der durch die Szenerie spaziert? In kroatischer Sprache mit deutschen Übertiteln. SS

Theater Akzent, Sa-Di 20.00


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