Hommage an einen Stillen

Walther Soyka, Virtuose der chromatischen Wiener Knopfh armonika, feierte seinen 50er. Die Größen der Wiener Musik gratulierten

Feuilleton | REPORTAGE: STEFANIE PANZENBÖCK | aus FALTER 23/15 vom 03.06.2015

Ein lauer Frühlingsabend breitet sich über Ottakring und mit ihm die melancholisch-herben Klänge alter und neuer Wienerlieder.

Es ist Freitag, kurz vor Sonnenuntergang. Der Musiker und Produzent Walther Soyka feiert im Bockkeller des Wiener Volksliedwerks seinen 50. Geburtstag, und alle sind sie gekommen, um mit ihm zu musizieren: Willi Resetarits, Ernst Molden, Agnes Palmisano, Trio Lepschi und viele mehr. Sie erwiesen einem der großen Stillen der Wiener Musik die Ehre.

Der Jubilar huscht mit einem schüchternen Lächeln und leicht gesenktem Kopf durch den Garten des Wiener Volksliedwerks, begrüßt und herzt seine Gäste, immer bereit, eine Zigarette zu wuzeln, wenn sich die Aufmerksamkeit zu sehr auf ihn fokussiert. Er sitzt lieber auf der Bühne, am Rand, versunken in sein Instrument und die Musik.

Und doch ist Walther Soyka überall und seit Jahrzehnten mit seiner chromatischen Wiener Knopfharmonika nicht mehr wegzudenken aus der Wiener Musik. 20 Jahre lang spielte er mit Roland Neuwirth


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