Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Triester Straße: Sehnsuchtsrampe nach Süden


LOKALAUGENSCHEIN: FLORIAN HOLZER
Stadtleben | aus FALTER 23/15 vom 03.06.2015

Auf diesem Stück der Triester Straße bleibt niemand stehen. Außer, es ist rot. Auf diesem Stück der Triester Straße geht auch niemand zu Fuß. Außer diesem alten, grauen Bettler, der da manchmal auf dem schmalen Grat zwischen den beiden vierspurigen Fahrbahnen wandelt. Auf diesem Stück der Triester Straße denken alle nur daran, möglichst schnell in den Süden zu kommen, nach Mödling, Baden, in die SCS, nach Kärnten, nach Triest vielleicht auch ein paar. Einer der schlimmsten Orte Wiens, an dem es aber dennoch was zu essen gibt.

In der Felber-Filiale im neuen Obi-Markt, zum Beispiel, der praktischerweise gleich beim Pfuscherstrich errichtet wurde. Die Bäckerei ist auch von außen betretbar und somit außer den beiden Tankstellen die einzige Möglichkeit hier an der Straße, Nahrungsmittel zu erwerben. Sehr hell ist es hier, Wintergarten, Glasdach, hübsch im Winter. Bei Sonnenschein schmilzt allerdings alles, wo Schokolade drauf ist.

Baumarktschokolade

Der ebenfalls recht neue,

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