Redls Ausschussware Kleine und große Geschichten aus dem Untersuchungsausschuss

TILO BERLINS ZAHLENZAUBER

Im U-Ausschuss zeigt sich, wie der Hypo-Alpe-Adria-Chef den Kontrollbehörden noch 2008 märchenhafte Gewinne versprach. Die Bank wurde mit 900 Millionen vom Staat belohnt. Wer profitierte?

Politik | BERICHT: JOSEF REDL | aus FALTER 23/15 vom 03.06.2015

Im Herbst 2008 überschlugen sich die Ereignisse. "Das übertrifft ohne Zweifel alles, was ich je gesehen habe - und es ist längst noch nicht überwunden", orakelte Alan Greenspan, der langjährige Chef der US-Notenbank Fed, am 14. September. Einen Tag später meldete das Investmenthaus Lehman Brothers Insolvenz an. Die bereits seit einem Jahr grassierende Finanzmarktkrise hatte eine neue Dimension erreicht. Der Geldverkehr zwischen Finanzinstituten rund um den Globus kam beinahe vollständig zum Erliegen. In Washington tagte ein Weltfinanzgipfel der 20 wichtigsten Industrie-und Schwellenländer, um über Notmaßnahmen zu beraten. Auf der ganzen Welt schnürten Staats-und Regierungschefs Konjunkturpakete. Die Weltbank prognostizierte für 2009 das schlimmste Jahr seit der Großen Depression 1929.

In München präsentierte Tilo Berlin in diesen bewegten Tagen -genauer gesagt: am 12. November 2008 -seinen Ausblick auf 2009. Berlin ist zu diesem Zeitpunkt Vorstandsvorsitzender der Hypo Group


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