7 Sachen, die Sie über ZECKEN eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 23/15 vom 03.06.2015

Warum sind Zecken so gefährlich?

Die Stiche (nicht Bisse!) selbst sind überhaupt nicht gefährlich. Doch können Zecken beim Blutabsaugen Krankheiten übertragen. Wegen der Gefahr von Borreliose, FSME und mehr sind sie die gefährlichste Tierart Europas.

Aber was genau sind Zecken überhaupt?

Zecken sind Riesenmilben, die vom Blut anderer Tiere und der Menschen leben. Ihnen reicht eine ausgedehnte Mahlzeit pro Jahr, weshalb sie sich im Winter guten Gewissens verkriechen.

Aber hallo, wir sind hier in der Stadt, hier gibt es ja gar keine Zecken.

Oh doch. Auch von Wiens Wiesen und Sträuchern lassen sich Zecken abstreifen. Große Teile Wiens gehören sogar zum FSME-Risikogebiet. Jeder 150. Zeckenstich überträgt hier das Virus.

Wie kann ich mich schützen?

Es gibt keine wirksame Vorsorge gegen Zecken, außer alles Grüne zu meiden. Gescheit ist, beim Wandern eine Pinzette mitzuführen - je schneller man die Zecke entfernt, desto geringer ist die Gefahr einer Infektion.

Okay. Aber wie genau hol ich sie raus?

Den ganzen Körper genau absuchen und dann mit Pinzette oder Zeckenschlinge (!) rausziehen. Es ist gar nicht so schlimm, wenn der "Kopf" steckenbleibt, der fällt von selbst ab.

Und dann? Einfach ins Klo damit, oder?

Das ist nicht cool. Die Zecke kann lange im Wasser überleben und kommt dann vielleicht dahin zurück, wo man sie ganz sicher nicht haben will.

Meine Oma hatte da so einen Tipp

Nichts da! Zecke abbrennen, Klebstoff oder Teebaumöl - gegen Zecken gibt es die abenteuerlichsten "Tipps". Wichtig: bei Rötung oder Schwellung ab zum Arzt.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige