Schüttel dein Haar für mich!

Mit der Dance-Performance "Ravemachine" und der Heavy-Metal-Oper "Lazyblood" beging das Wuk seinen Saisonabschluss

Feuilleton | Reportage: Klaus Nüchtern | aus FALTER 24/15 vom 10.06.2015

Damit, dass die Hüllen fallen würden, war nicht bloß des vorgezogenen Hochsommers wegen zu rechnen gewesen. Es kam dann aber ganz anders als erwartet. Die Tänzerin Doris Uhlich, die mitunter auch als Unten-ohne-DJ für beste Laune und ganz generell dafür sorgt, dass die wallende, wackelnde und wabbelnde Physis im Tanz nicht zu kurz kommt, behielt ihre Kleidung diesmal an. Bloß die silbernen Sneakers flogen an den Bühnenrand und wurden gegen sehr hohe und sehr pinke Plateaustiefel ausgetauscht.

Diese, ein Paar Arbeitshandschuhe, zwei Rollstühle und ein Laptop waren die einzigen Requisiten der Performance "Ravemachine", für die sich der Black Cube des Wuk sehr bald als nachgerade idealer Aufführungsort entpuppte. Uhlich, die sich zunächst darauf beschränkte, hinterm Laptop zu stehen, und der Tänzer und Choreograf Michael Turinsky, der in seinem Rollstuhl sehr gemächliche Kurven durch den auf einmal ziemlich tiefen Raum zog, wirkten fast ein wenig verloren. Als dann sehr bescheidener


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