Sex, Lügen und ein Video

Einige lautstarke Fundi-Eltern machen gegen den Sexualkundeunterricht mobil. Die Gefahr, die sie beschwören, kommt jedoch aus ihren eigenen Köpfen

Stadtleben | Aufklärung: Sibylle Hamann | aus FALTER 24/15 vom 10.06.2015


Illustration: Bianca Tschaikner

Illustration: Bianca Tschaikner

Am Anfang schwirren gekritzelte Blumen und Bienen über die Wiese. „Am Anfang war der Biologieunterricht“, hebt eine freundliche Männerstimme an. Aber die Blumen und die Bienen sind in Gefahr. Die Stimme schaltet deswegen einen bedrohlichen Unterton dazu: „Flächendeckend sollen in der Sexualerziehung neue Standards durchgesetzt werden“, sagt sie. „Das betrifft allein im deutschen Sprachraum 5,6 Millionen Kinder, die in Zukunft im Umgang mit Dildos, Liebeskugeln, Lederpeitschen oder Handschellen ausgebildet werden sollen.“

Schon in den Kindergärten werde mit der „sexuellen Früherziehung“ begonnen, „durch gegenseitiges Berühren und Doktorspiele“, um später Schulaufgaben gewachsen zu sein, wie etwa: „Wie richte ich ein Bordell ein, das Menschen aller sexuellen Neigungen gerecht wird?“ Mit den „langweiligen, oft einschläfernden Naturfilmen im Unterricht“ sei es vorbei: Sie werden künftig „durch das Sichten von Pornos ersetzt. Ab 12 Jahren.“


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