Die Karteikarte ist die Zukunft

In Hamburg diskutierten etwa 300 Journalisten über die Zukunft der Branche und ließen sich die neuen Trends zeigen. Der Falter hat ein paar Zukunftsvisionen nach Wien mitgenommen


BERICHT: NINA HORACZEK

Medien | aus FALTER 24/15 vom 10.06.2015


„Ebola Ambulance“ der New York Times: Nachrichten aus der Sicht der Betroffenen (Foto: Screenshot)

„Ebola Ambulance“ der New York Times: Nachrichten aus der Sicht der Betroffenen (Foto: Screenshot)

Stellen Sie sich vor, Sie besuchen ein Kunstmuseum. Die Bilder werden chronologisch präsentiert. Jahrhundertelang waren es die Maler, die für uns die Welt abbildeten. Doch Ende des 19. Jahrhunderts kamen die Kameras, die in wenigen Sekunden das erreichten, wofür ein Maler Monate brauchte. Haben die Künstler deshalb ihre Pinsel weggelegt?

Max Fisher von vox.com hatte das beste Bild zum diesjährigen „Reporterworkshop“, der vergangene Woche in Hamburg stattfand. Bei dieser zweitägigen Konferenz im Hamburger Spiegel-Gebäude treffen sich jedes Jahr etwa 300 Journalisten, um sich über die Zukunft der Branche, ihre Schwierigkeiten, aber vor allem auch ihre Chancen auszutauschen. Hier werden neue Trends und neue Strömungen ausgelotet. Da konnte man von Profis aus zahlreichen Ländern lernen, wie Nachrichten bald aussehen könnten, die neuesten Recherchetipps abstauben und mit dem eigenen Handy erleben, dass es gar nicht so schwierig ist, selbst ein kleines Nachrichtenfilmchen zu drehen.

Dieses Jahr war vor allem eines spürbar: eine gewisse Aufbruchsstimmung. Herrschte in den vergangenen Jahren in der Medienbranche angesichts von Zeitungssterben, Massenkündigungen und Sparpaketen vor allem Resignation, scheint sich das Jammern über das vermutete Ende zumindest etwas erledigt zu haben. Das heißt nicht, dass alles gut ist. Sondern dass man sich langsam daran gewöhnt, dass vieles anders werden wird. Wohin die Reise tatsächlich geht, kann noch keiner ganz genau sagen. Aber zumindest einiges, was auf der zweitägigen Konferenz zu sehen und zu lesen war, gibt eine Idee, wie sich der Journalismus weiterentwickeln kann. Der Falter hat ein paar Beispiele dafür, wie der Journalismus der Zukunft aussehen könnte, aus Hamburg mitgenommen.

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