Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Wasserkunstbastei: Auf den Bettelalmen gibt's ka Sünd

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 24/15 vom 10.06.2015

Vor 150 Jahren verliefen dort, wo heute Schelling-, Hegel-, Fichtegasse und Schwarzenbergstraße sind, noch Kurtine, Ravelin, Bastei mit Kavalier und Kaponniere, das gesamte Arsenal italienischer Festungsbaukunst halt. Kaum noch vorstellbar. Heute ist das Grätzel geprägt von Schulen, gastronomisch setzte sich hier schon vor langer Zeit ein gewisser Lokaltypus durch, den man kurz mit "groß", "schlecht" und "erstaunlich langlebig" umreißen kann.

Die Lokaldichte ist hier allerdings dermaßen groß, dass es auch gute, und vor allem auch neue Lokale gibt. Das Pho Sai Gon zum Beispiel, das die Familie Lam vor zwei Jahren vom Naschmarkt hierher verlegte und das jetzt ein richtig großes, modern gestaltetes Restaurant ist. Wahnsinnig gut ist es aber immer noch, der Entensalat grandios, die Nudelsuppe mit Krabbenfleisch, Tofu und Garnelen - neu im Programm - hinreißend. Dazu trinkt man pürierte grüne Bohnen mit Kokosmilch und nachher einen vietnamesischen Kaffee, so ziemlich das Stärkste


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