Wo ein Wille, da auch ein Verein

Ein Bankmanager hat den burgenländischen Dorfk lub SV Matt ersburg in die Bundesliga zurückgeführt

Stadtleben | Nachschau: Johann Skocek | aus FALTER 24/15 vom 10.06.2015

Man könnte die Sache auch so sehen: Die Fußball-Bundesliga hat wieder 36.000 Menschen verloren. Der SC aus Wiener Neustadt (43.000 Einwohner) steigt ab, der SV Mattersburg (7200) kehrt als überlegener Meister der Ersten Liga in die Eliteklasse zurück. "Beim ersten Aufstieg 2003 war viel mehr Euphorie dabei", sagt Mattersburgs Präsident Martin Pucher. "Jetzt wissen wir, was uns erwartet."

Das klingt nüchterner, als Pucher es meint. Zwei Jahre hat der SV Mattersburg gebraucht, um den Abstieg zu verdauen, die Mannschaft umzubauen und wieder ans Licht zu kommen. Schließlich haben sie den FC Liefering, das Retortenbaby von RB Salzburg, abgehängt. Liefering hätte seiner Zwillingshaftigkeit mit RB Salzburg wegen nicht aufsteigen dürfen. Pucher: "Aber als Zweiter hinaufzukommen hat so einen komischen Geruch."

Matt ersburg ist ein typisches Beispiel für einen Dorfklub, der weit über dem Niveau agiert, das seiner Wirtschaftskraft und Bevölkerungszahl angemessen wäre. Landeshauptstädte


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