"Wir müssen neue Arbeit erfinden"

Christoph Thun-Hohenstein über die erste Vienna Biennale, die im Museum für angewandte Kunst eröffnet


Interview: Stefanie Panzenböck
Feuilleton | aus FALTER 24/15 vom 10.06.2015

Gerade erst hatte sich die internationale Kunstwelt in Venedig versammelt, nun eröffnet auch in Wien eine Biennale. Die "Vienna Biennale" soll die erste ihrer Art weltweit sein, die Kunst, Design und Architektur verbindet und nicht nur auf eine Sparte fokussiert ist. Unter dem Titel "Ideas for Change", Ideen für den Wandel, möchte sie Konzepte für die Städte der Zukunft entwickeln. Die Ausstellungen werden dabei nicht nur im Mak stattfinden, sondern auch im öffentlichen Raum. Gemeinsam mit den Kuratoren Pedro Gadanho (MoMA), Harald Gruendl (Institute of Design Research Vienna), Maria Lind (Tensta Konsthalle Stockholm) und Peter Weibel zeichnet der Direktor des Mak, Christoph Thun-Hohenstein, für die Biennale verantwortlich.

Falter: Herr Thun-Hohenstein, das Wort "Change" wird inflationär verwendet. Auf welchen Wandel zielt die Vienna Biennale ab?

Christoph Thun-Hohenstein: Es gibt zwei große Themen. Das eine ist die digitale Moderne, in der wir leben. Die Digitalisierung verändert

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