Das Autorentheater ist tot. Es lebe das Autorentheater!

Abgesänge und Verabschiedungen haben wieder Saison. Ferdinand Schmalz, Thomas Arzt und Julya Rabinowich erklären, warum Stückeschreibern wie ihnen die Arbeit dennoch nicht ausgehen wird

Jobdescription: Veronika Krenn | Feuilleton | aus FALTER 24/15 vom 10.06.2015

Die Deppen, die die Literatur zerstört haben, zerstören jetzt das Theater", wütete kürzlich Claus Peymann, Intendant des Berliner Ensembles, in einem Interview in der Zeit über die Berliner Kulturpolitik: "Die Literatur ist im Theater in den letzten Jahren systematisch vernichtet worden, sie spielt ja keine Rolle mehr. Selbst eine berühmte Nobelpreisträgerin beteiligt sich an dieser Zerstörung."

Adressatin dieser Kritik war Elfriede Jelinek, die, so Peymann, nur noch "Textflächen" produziere und "die Fantasie, die Fiktion, das große Geheimnis des Theaters" völlig aufgegeben habe. Muss man also tatsächlich Angst haben, dass Ausläufer dieser Welle der Zerstörung auch hierzulande Schaden anrichten könnten? Zumal Elfriede Jelinek zu den bedeutendsten österreichischen Schriftstellerinnen zählt.

Das Volkstheater feiert am 12. Juni den Abschied von Direktor Michael Schottenberg mit einem Ensemble-Abend, der als Bestandsaufnahme dienen soll. Auf dem Programm stehen Kurzstücke österreichischer

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige