Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Koffeinbier

Praktisch und flirttauglich: Wachmacherbier

Stadtleben | MS | aus FALTER 24/15 vom 10.06.2015

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Bier müde macht? Beim Spazierengehen bekäme man eigentlich schon einen indirekten Hinweis auf den Grund dafür. Da stakst man häufig an wildem Hopfen vorbei, der von seinem intensiven Geruch her an ein anderes sedierendes Pflänzchen erinnert: Cannabis sativa. Hopfen kommt aus derselben Familie der Hanfgewächse und wird gerne pflanzlichen Mitteln gegen den nervösen Zustand beigemischt. Beim Ausgehen heißt es also, sich entscheiden, ob man die Downer oder Upper an alkoholischen Getränken präferiert.

Unglaublich schlau ist die Erfindung des Herrengedecks, wo man zeitgleich zum Bier Schnaps trinkt, Speedball light für jedermann sozusagen. Das Problem scheint gelöst -zu Ungunsten des Körpers. Von diesem Aspekt her betrachtet verspricht das Getränk Eule, das von Graz die Welt zu erobern versucht, einen demografischen Aufwärtstrend. Das gehörig mit Koffein (30 mg pro 100 ml) versetzte "Naturbier" ist langfristig betrachtet sicherlich bekömmlicher als die besagte Bier-Schnaps-Kombi.

Der Selbsttest beweist es: Man merkt den Koffeinmoment, wo sonst eine leichte Müdigkeit eintritt. Das ist lustig zu spüren. Das alles ist gar nicht unsympathisch und grafisch okay aufbereitet. Vor den "lustigen" Sprüchen auf der Flaschenrückseite sei gewarnt. Das Bier selbst ist nicht allzu aufregend, eher für den anspruchslosen Partygaumen gedacht. Aber da geht's ja um den Flirt, den man nicht verpennen will.


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