Die Dienstmagd mit dem großen Herzen

Eine Leseausgabe lädt dazu ein, die bedeutende Erzählerin Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) neu zu entdecken

Feuilleton | Lektüre: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 24/15 vom 10.06.2015

Ein Name blieb ungenannt, als man sich unlängst im Zuge der Diskussion um die Deutschmatura und die Entwicklung des Literaturunterrichts an den Schulen und Universitäten wieder einmal der Klassiker der österreichischen Literatur erinnerte: jener Marie von Ebner-Eschenbachs.

Im Gegensatz zu jenen Johann Nestroys und Ferdinand Raimunds werden ihre Stücke nicht gespielt. Was insofern kein Wunder ist, als diese schon zu ihren Lebzeiten durchfielen. Aber auch ihre Erzählungen und Romane, darunter großartige Werke wie "Das Gemeindekind", sind weithin in Vergessenheit geraten.

Es liegt nicht daran, dass sie viel Staub angesetzt hätten. Man kann Ebner-Eschenbach, deren Todestag sich am 12. März 2016 zum 100. Mal jährt, sehr wohl noch lesen, wie die vierbändige Leseausgabe beweist, die - herausgegeben von Evelyne Polt-Heinzl, Daniela Strigl und Ulrike Tanzer -derzeit bei Residenz erscheint. Die Herausgeberinnen haben es sich zum Ziel gesetzt, die Texte einer heutigen Leserschaft zu erschließen,


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