7 Sachen, die Sie über WEGSCHNECKEN eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 24/15 vom 10.06.2015

Das sind doch bloß Schädlinge, die sich über Gemüse und Kräuter hermachen!

Das stimmt so nicht. Viele Wildtiere fressen Jungschnecken und Eigelege. Dazu gehören etwa Spitzmäuse, Igel, Kröten, Vögel, Eidechsen, Laufkäfer, Glühwürmchen, Hundertfüßer und Tigerschnegel. Wenn der Garten also keinem Golfplatz gleicht, dann haben Schnecken auch Fressfeinde.

Woher kommt diese gefräßige Wegschnecke eigentlich?

Zu einem Problem hat sich die Spanische Wegschnecke erst seit den 1950er-Jahren entwickelt, als sie sich nach Osten durchgefressen hat. Sie ist mittlerweile die häufigste Nacktschneckenart und in ganz Europa verbreitet.

Wie konnte das passieren?

Ganz einfach: Es gibt immer mehr monotone, stark gedüngte Kulturlandschaften, in denen kaum Fressfeinde dieser Schnecken leben.

Also Gift?

Auf keinen Fall! Das schadet nicht nur den Schnecken, sondern auch Igeln und anderen Kleintieren.

Was dann? Bier?

Auch nicht, denn erstens locken Bierfallen Schnecken auch aus weiter Entfernung in den Garten und zweitens ertrinken auch andere Tiere darin.

Wie rettet man dann das Gemüse?

Zum Beispiel mit indischen Laufenten. Die fressen auch Wegschnecken. Man muss sie aber paarweise halten.

Kann man aus Schneckenschleim nicht auch Kosmetika machen?

Kann man tatsächlich. Die Spanische Wegschnecke wird zudem für den Nacktschnecken-Schleimhaut-Reizungstest eingesetzt, einem Tierversuch für Produkte, die mit Schleimhäuten in Berührung kommen.


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