Der Bub, vor dem sich Strache fürchtet

Der Falter fand das Flüchtlingskind, gegen das die FPÖ demonstrierte. Hier seine wahre Geschichte


Bericht: Nina Horaczek
Politik | aus FALTER 24/15 vom 10.06.2015

Da liegt etwas Unangenehmes in der Luft. Das spürt man, dafür muss man kein Deutsch verstehen. Ziad, 28, hält Mahmouds Hand ganz fest. Schnell geht er mit ihm an den Demonstranten vorbei.

Mahmoud ist vier Jahre alt. Gerade erst ist der syrische Bub mit seinen Eltern in Wien angekommen. Am Hauptbahnhof ist die Flucht zu Ende. Mahmoud ist begeistert. Der Bub liebt Autos und Züge, und so schnelle Züge wie hier hat er in Syrien nie gesehen. Gemeinsam mit seiner Frau Maram, 27, schlägt sich Ziad bis nach Erdberg durch. Dort müsst ihr hin, haben ihnen Passanten auf Englisch gesagt.

In Erdberg stehen Demonstranten. Die FPÖ Landstraße versammelt sich zur "Protestaktion". 20 Sympathisanten sind gekommen. Mit einem "Nein zum Asylantenheim" begrüßen sie Mahmoud und seine Eltern.

Schon nach seinem ersten Tag in Wien ist Mahmoud eine kleine Berühmtheit. Der Kurier-Fotograf Jürg Christandl stand am Mittwoch vor einer Woche, als Mahmoud mit seinen Eltern in Erdberg ankam, vor dem Flüchtlingslager.

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige