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Falter & Meinung | BENEDIKT NARODOSLAWSKY | aus FALTER 25/15 vom 17.06.2015

Marketingchefin Barbara Prem steht so cool am Drehfußballtisch, dass einem allein beim Zuschauen die Schweißperlen gefrieren. Das Radio spielt "American Pie" von Madonna. "I met a girl who sang the blues and I asked her for some happy news", singt Prem und pariert dabei mit ihrem Goalie einen Angriff ihres Gegenübers. Sie schiebt den Ball dann ruhig zwischen ihren Verteidigern hin und her, bei "Bye, bye Miss American Pie" zimmert sie die Kugel ins gegnerische Tor und trällert weiter, so, als ob nichts gewesen wäre.

Rechts neben ihr krallt sich Teamkollege Oliver Pissnigg, der Langbart von der Anzeigenabwicklung, an den Kickergriffen fest. In jungen Jahren ging er in Graz und Wien auf die Wuzelwalz. Heute zieht er schneller als Lucky Luke. Sein Mittelfeld steht wie eine Mauer, seine Stürmerreihe tanzt wie ein Falter und sticht wie eine Biene.

Nach der Halbzeit kommt Block B des Falter-Teams. Die gefährlichste Spielfigur ist der Tormann, bewegt von Peter "linke Hand Gottes" Iwaniewicz. Der Falter-Tierkolumnist wird am Tisch selbst zum Tier. Mit katzenartigen Reflexen fischt er die Bälle aus den Ecken, mit der Kraft eines Bären jagt er die Kugel durch den Plastikfigurendschungel nach vorne in die gegnerische Höhle. Dass es beim Wuzelturnier der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik trotzdem nur Platz vier wurde, hat vor allem mit Pech und ungünstigen Windverhältnissen zu tun.

Sollte sich jedenfalls eine Redaktion da draußen an die Stangen wagen: Das Wuzelteam des Falter wäre jetzt eingespielt.


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