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IT-Kolumne

Medien | ANNA GOLDENBERG | aus FALTER 25/15 vom 17.06.2015

Dass Frauen und Männer bisweilen unterschiedlich kommunizieren, ist Ihnen bestimmt schon einmal aufgefallen -ob es um das Dozieren über Themen, von denen man herzlich wenig Ahnung hat, das vehemente Ablehnen von Komplimenten jeglicher Art oder das Benutzen von Emoticons in Textnachrichten geht. Neulich las ich im Atlantic, dass sich ähnliche Trends auch online zeigen.

Auf Twitter benutzen Frauen Hashtags grundlegend anders als Männer, und zwar eher spielerisch, um den Inhalt zu kommentieren (#ehklar). Männer setzen Hashtags vor Worte, die das Gesagte kategorisieren (#Lebensweisheit). Die Folgen gleichen dem Leben offline: Was Frauen mit ihren Hashtags tun, ist zwar kreativer, aber männliche Tweets haben eine rund doppelt so große Wahrscheinlichkeit, retweetet zu werden - weil sie öfter in Suchergebnissen aufscheinen. Auf den Listen der einflussreichsten User dominieren Männer. Es herrscht #Handlungsbedarf. #dallidalli.


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