Nachgetragen Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Volksanwaltschaft kritisiert im jüngsten Bericht Wiener Wohnen

Politik | NINA BRNADA | aus FALTER 25/15 vom 17.06.2015

Die Wiener Gemeindebauten sind wohl einer der wichtigsten Gründe für die in Wien -im Vergleich zu anderen europäischen Großstädten - moderaten Mietpreise und die relativ hohe Wohnqualität in der Stadt. Die 220.000 Gemeindewohnungen werden von Wiener Wohnen betrieben. Diese Unternehmung der Stadt Wien wird nun im jüngsten Bericht der Volksanwaltschaft kritisiert.

Etliche Mieter beschwerten sich nämlich bei der Volksanwaltschaft wegen schlechter Betreuung der Wohnungen. Etwa weil schadhafte Durchlauferhitzer von Wiener Wohnen nicht erneuert wurden, aber auch wegen falsch berechneter Betriebskosten. Vor allem aber gab es Beanstandungen wegen Schimmels, der vielerorts wuchere und nicht nachhaltig beseitigt werde. Die Volksanwaltschaft spricht von "unzähligen Beschwerden".

Ein Familienvater etwa kritisierte unter Vorlage von Fotos, dass bei Regen Wasser durch die Decke seiner Gemeindebauwohnung dringe und sich dadurch Schimmel bilde. Obwohl der Betroffene mehrmals mit Wiener Wohnen Kontakt aufgenommen hatte, seien lange Zeit "keine Veranlassungen getroffen" worden, heißt es im Bericht der Volksanwaltschaft. Erst die Einschaltung der Volksanwaltschaft führte zu einer Lösung.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige