Laufen, springen, kuschen, kassieren

Im autoritären Aserbaidschan finden gerade die Europaspiele statt. Sportfunktionäre halten lieber den Mund

Stadtleben | ANALYSE: JOHANN SKOCEK | aus FALTER 25/15 vom 17.06.2015

Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), weiß, wie man Macht akkumuliert und Gunst verteilt. Bis 28. Juni läuft in Baku die erste Auflage der Europaspiele, einer kontinentalen Ausgabe der Olympischen Sommerspiele.

Das Event in Aserbaidschan soll das Geschäftsfeld des Olympismus ausweiten. Dabei spielt es keine Rolle, dass die Veranstaltung nicht in den übervollen internationalen Terminkalender passt und in manchen der 20 Sportdisziplinen drittklassige Wettkämpfe ablaufen. Bachs Organisation hat nach den Sommerspielen in Peking (2008) und den Winterspielen in Sotschi (2014) einer weiteren postkommunistischen Diktatur ein Imageprogramm verkauft.

Aserbaidschans Präsident und Despot Ilham Aliyev plündert das Land, inhaftiert und schüchtert Dissidenten ein und verhindert das Erscheinen kritischer Medien.

Der britische Aufdeckungsjournalist Andrew Jennings vom Blog Transparency in Sport hat beschrieben, wie Aliyev, dessen Frau Mehriban Aliyeva dem Organisationskomitee


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