Die letzten Tage des Funkhauses

Ein letztes Mal bäumen sich die Retter des Ö1-Standorts auf. Werden sie gehört?

Medien | BERICHT: BENEDIKT NARODOSLAWSKY | aus FALTER 25/15 vom 17.06.2015

Gerhard Ruiss, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Autoren sagt, "Ö1 ist die letzte Bastion. Wenn sie fällt, bleibt nichts mehr." ORF-Zentralbetriebsrat Gerhard Moser sagt: "Hier wird ein Radio-und Kultur-Soziotop zerstört mit dramatischen Auswirkungen nicht nur für den ORF, sondern für das gesamte Stadtviertel und die Wiener Stadtentwicklung." Schauspieler Karl Markovics sagt: "Ich werde in letzter Konsequenz vom Protest zum deutlichen Aktionismus übergehen."

Es geht um eine längst gefällte Entscheidung: Ö1, FM4 und Radio Wien werden aus dem im Stadtzentrum gelegenen Funkhaus ausziehen und auf den Küniglberg am Stadtrand übersiedeln. Nur das Radiokulturhaus und der große Sendesaal werden bleiben.

Der Umzug ist nicht bloß ein Umzug, er birgt auch das Risiko, dass der ORF-Vorzeigesender Ö1 künftig dramatisch an Qualität verliert.

Das ist die große Befürchtung. Bereits im Oktober haben 1400 Menschen aus dem Kulturleben einen offenen Brief an den Stiftungsrat unterzeichnet,


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