WIENWÄRTS Wahl 2015

Suppen statt Soho in Ottakring

Folge XIV: Früher waren Gemeindebauten Laboratorien für neue Gesellschaft smodelle. Ula Schneider will den Sandleitenhof in Wien-Ott akring wieder zu so einem Ort machen

Politik | VORORT: HANNAH SCHIFKO | aus FALTER 25/15 vom 17.06.2015

Kunst" sagt Ula Schneider nicht gerne. "Ich versuche dieses Wort eher zu vermeiden". Die Erfahrungen der letzten Jahre haben die Erfinderin und Organisatorin des Festivals "Soho in Ottakring" einiges gelehrt, sie vorsichtiger gemacht. Schneider weiß, wie schnell einem der schwarze Peter zugeschoben wird. Immer wieder musste sich die Künstlerin anhören, sie habe ihre ehemals günstige Wohngegend, das Brunnenviertel im 16. Bezirk, gentrifiziert. Aus einem Arbeiterviertel ein Wiener SoHo gemacht. Sei mit schuld an steigenden Mieten, an Luxuswohnungen und überteuerten Leberkässemmeln am Yppenplatz.

Dabei wollte sie, die einen Teil ihrer Jugendjahre in einem "öden Suburb" in Washington verbracht hatte und erst des Studiums wegen wieder nach Wien gezogen war, nur die vielen leerstehenden Lokale in ihrem Grätzel für Ausstellungen nutzen. Und so diese, wie sie sagt, vergessene Gegend ihrer Heimatstadt endlich urbaner machen.

16 Jahre ist das jetzt her. Letztes Jahr wurde der Brunnenmarkt


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