Fotografie Vernissage

Tanzende Priester und Ackerfurchen im Schnee

Lexikon | aus FALTER 25/15 vom 17.06.2015

Die Filme des italienischen Neorealismus haben Mario Giacomelli in den 1950er-Jahren zur Kamera greifen lassen, um die Verhältnisse in Italien einzufangen. Der selbst in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsene Fotograf setzte seine Landsleute in starken Schwarz-Weiß-Kontrasten in Szene. Zu seinen am häufigsten publizierten Serien zählen die Aufnahmen von Priesterseminaristen, die ausgelassen durch den Schnee hüpfen. Die Ausstellung "Gegen die Zeit" bei Westlicht führt nach Süditalien, wo der gelernte Drucker den herben Charme der Landbevölkerung festhielt, und auch in ein Hospiz, wo er die Vergänglichkeit in den faltigen Gesichtern verewigte. Giacomelli setzte sich ins Flugzeug und fotografierte die Muster der abgeernteten Felder aus der Luft. NS Westlicht, Do 19.00 (bis 9.8.)


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige