Angst vor den Anderen: Aliens, Androiden, Automaten


KLAUS NÜCHTERN
Feuilleton | aus FALTER 25/15 vom 17.06.2015

"Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass dich die Marsianer nicht doch kriegen." Das bekannte Bonmot ungeklärter Herkunft bringt das hysterische Potenzial der Science-Fiction auf den Punkt. Der SF-Autor Philip K. Dick (1928-1982) hat die Perspektive noch einmal neu definiert: "Die äußerste Form von Paranoia ist nicht, wenn sich jeder, sondern wenn sich alles gegen einen verschwört. Statt ,Mein Chef intrigiert gegen mich' muss es dann heißen: ,Das Telefon meines Chefs intrigiert gegen mich.'"

Als Autor hat Dick aber nicht nur die genretypische Hysterie bedient, sondern auch zur Deeskalation beigetragen. Der Horror der Automatisierung wird in der zauberlehrlingshaften Geschichte "Autofab" beschworen. In einer post-apokalyptischen, von Wasserstoffbomben destruierten Landschaft befindet sich "das erdumspannende System von automatischen Fabriken ( ) in der Anfangsphase des Totalen Globalen Konflikts" und droht die Rohstoffressourcen endgültig zu vernichten. Die einzige

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