Mit dem goldenen Porsche in die Slums

Die erste Vienna Biennale scheitert daran, eine Task-Force aus Kunst, Design und Architektur zu schmieden

Feuilleton | RUNDGANG: NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 25/15 vom 17.06.2015

Was macht eine Biennale aus? Zunächst einmal eine Stadt als Austragungsort. Die ältesten Biennalen wurden in Venedig bereits 1895 und in São Paulo 1951 ins Leben gerufen. Internationalität ist eine Grundvoraussetzung, also mit Künstlerinnen und Künstlern aus der ganzen Welt; für deren Auswahl bürgt ein Mastermind, der Chefkurator. Nicht zuletzt geht es um die Behauptung höchster Aktualität als Lockreiz: Kommt alle her, wir wissen, was heute in der Kunst zählt!

Letzte Woche sprang auch Wien auf das globale Biennalenkarussell auf. Christoph Thun-Hohenstein, dem Direktor des Museums für angewandte Kunst (Mak), ist die erste Vienna Biennale zu verdanken. Eine reine Kunstschau war ihm zu wenig, er reklamiert nun die "erste Mehrsparten-Biennale weltweit" mit Kunst, Design und Architektur. Unter dem Motto "Ideas for Change" sind allein im Mak sechs Ausstellungen zu sehen, aber auch die Kunsthalle, das Architekturzentrum und die Angewandte mischen mit.

Seit seinem Antritt im Mak 2011


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