Von Unterlaa auf den Everest

Die "Wiener Grenzgänge" an die Peripherie liefern ein Sightseeing der anderen Art. Vergangene Woche war der Südrand Favoritens dran

Feuilleton | REPORTAGE: KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 25/15 vom 17.06.2015

Treffpunkt Endstation 17A. 17A? Nie gehört! Es ist die Buslinie, an der die Stationen Franzosenweg und Johanneskapelle liegen, nicht zu vergessen die nach dem Erfinder des Eismarillenknödels benannte Kurt-Tichy-Gasse: Die Besiedlungsdichte ist hier hinreichend schütter, um noch Gassenneubenamsungen zuzulassen.

Der Falter-Peripheriebeauftragte (FPB) erreicht "Unterlaa - Stadtgrenze" nach gut einstündiger Anreise mit akademischer Verspätung, alle anderen Expeditionsteilnehmerinnen und -teilnehmer sind schon da: gutbesohlte und wohlbehütete Menschen, die offenbar über hinreichend Tagesfreizeit verfügen, um an einem glutheißen Werktagnachmittag an der Außenringautobahn entlangzuzeppeln und sich am Geruch der Abwässer zu berauschen, die das Kanalhebewerk Kledering über die Geländekante den Entsorgungsbetrieben entgegenkübelt, dem Gesang der Schienen des Verschubbahnhofes zu lauschen und die monumentale Schönheit des Umspannwerkes Wien-Südost zu genießen.

Den Expeditionsleiter


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