Ein Magazin für Historiker, die erzählen wollen

Der NZZ-Verlag hat ein neues Produkt: NZZ Geschichte soll die Lücke zwischen Journalismus und historischen Wissenschaften schließen

Politik | REZENSION: BARBARA TÓTH | aus FALTER 26/15 vom 24.06.2015

Mit der Zunft der Journalisten verhält es sich so: Sie können meisten sehr gut schreiben, nehmen es -sei es aus Eile oder aus Platzmangel -bisweilen mit der Faktentreue aber nicht so genau. Die Zunft der Historiker hingegen huldigt der Quellentreue, dafür gibt es unter historisch arbeitenden Wissenschaftlern, zumindest im deutschsprachigen Raum, nur ganz wenige, die ihre gesammelten Recherchen auch mit großer Lust am Erzählen ihren Lesern darbieten wollen. Zu groß ist die Angst, als zu "populär" verunglimpft zu werden, zu wenig ausgeprägt die Tradition, wissenschaftlich fundiert und verständlich zu schreiben, wie es etwa im angloamerikanischen Raum nicht nur üblich, sondern auch hochangesehen ist. Schade eigentlich, dachte sich offenbar die Schweizer NZZ-Verlagsgruppe, deren Flaggschiff die Neue Zürcher Zeitung ist, die zuletzt aber auch mit Nischenprodukten wie etwa der österreichischen Digi-Zeitung nzz.at auf sich aufmerksam machte.

Als Antwort gründete sie das Magazin NZZ


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