Das Jazz Fest bringt Klavier-Schabernack, Glampop und ein Sinatra-Tribute

Feuilleton | GERHARD STÖGER | aus FALTER 26/15 vom 24.06.2015

Es gab Zeiten, da erstreckte sich das Jazz Fest Wien über fünf, sechs Wochen. Heuer ist das Programm ungleich komprimierter: Von 1. bis 11. Juli finden bis zu fünf Konzerte pro Abend statt, insgesamt bietet das Festival auf neun Bühnen rund drei Dutzend Programmpunkte. Im Zentrum steht die Staatsoper, die sieben Tage lang bespielt wird. Los geht es am 1.7. recht traditionell mit der Roger Cicero Jazz Experience. Tags darauf treibt der virtuose Entertainer Chilly Gonzales hochkarätigen Klavier-Schabernack, begleitet vom Kaiser Quartett.

Den Vokalistinnen Caro Emerald (3.7.) sowie Melody Gardot und Malia (4.7.) folgt am 5.7. die Glampop-Drama-Queen Rufus Wainwright. Der Songwriterspross und Opernfan teilt sich den Abend mit der österreichischen Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager. Am 6.7. lässt man Frank Sinatra und Billie Holiday hochleben, am 7.7. schaut Britpop-Oldie Paul Weller vorbei. Beim Fernwärme-Open-Air fungiert der stets elegante Saxofonist David Sandborn als Headliner (4.7.); im Rathaus-Arkadenhof treffen die alten ReggaeHasen Sly & Robbie auf den norwegischen Trompeter Nils Petter Molvær (9.7.), ihnen folgen die Popjazz-Diva Dianne Reeves (10.7.) und die A-cappella-Gruppe Naturally 7 (11.7.).

Interessantes aus Österreich gibt es etwa von Month Of Sundays (Porgy & Bess, 4.7.), Özlem Bulut (4.7., Summerstage) und Talltones (Miles Smiles ,8.7.).


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