Film Neu im Kino

Durchgedreht: Sebastian Schippers "Victoria"

Lexikon | MO | aus FALTER 26/15 vom 24.06.2015

Den sportlichen Ehrgeiz kann man nur bewundern. Sebastian Schipper, bisher vor allem als Regisseur des dümmlichen Buddy-Movies "Ein Freund von mir" (2006) in Erinnerung geblieben, hat seinen neuen Film in nur einer Einstellung durchgedreht: "Victoria", die Geschichte einer wilden Nacht in Berlin-Mitte, inklusive Clubbing, Banküberfall, Flirt und Melodram. Mit besagter Victoria, einer jungen Partygängerin aus Spanien (fulminant: Laia Costa), im Mittelpunkt und vier nicht allzu hellen Jungs, die sich Boxer, Sonne, Blinker und Fuß nennen, als Trabanten. Die unkonventionelle Machart des Films steht in keinem Verhältnis zu seinem konventionellen Plot, und die Laufzeit von knapp 140 Minuten rechtfertigt das eine so wenig wie das andere. Selbst dass "Victoria" vergangenes Wochenende beim Deutschen Filmpreis abgeräumt hat, ändert daran nichts.

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