Daddy, be good

Nur ein "neuer" Vater ist ein guter Vater -jedenfalls aus Sicht der Buchverlage. Und schon boomen die Ratgeberbücher

Stadtleben | BUCHHANDLUNGSBESUCH: GEORG RENÖCKL | aus FALTER 26/15 vom 24.06.2015

Seit niemand mehr so genau weiß, was ein Vater heutzutage alles können, tun oder lassen muss, lässt sich mit Väterratgebern viel Geld verdienen. Neben einer Flut an Kinder-und Partnerinnenwartungshandbüchern sind es interessanterweise Kochbücher, aus denen sich einiges über aktuelle Väterbilder herauslesen lässt.

Für fast jede Vatersubspezies gibt es da etwas Passendes in den Regalen der Buchhandlungen: Kochbücher für Wochenendväter, für Jungväter, für Alleinzuhausväter. "Normal" ist der kochende Vater nämlich keinesfalls, wie Untertitel oder Klappentexte verraten.

Ist die Mutter außer Haus, braucht es ein "Notfallkochbuch" oder zumindest ein "Keine-Panik-Kochbuch". Zählt Vater nicht zur gestressten oder ängstlichen Sorte, ist er wahrscheinlich narzisstisch veranlagt und freut sich über "Genial! Wir kochen mit Papa!", das "Kochbuch für Väter, die Zeit mit ihren Kindern verbringen, die Mama entlasten und dafür mit Begeisterung von allen Seiten entlohnt werden wollen!".


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige