Regen nach dem letzten Riff

Das 21er Haus lud zum Sommerfest und wusste in-sowie outdoors Rock-Oma und Öko-Enkerl gleichermaßen zu bespaßen

Feuilleton | REPORTAGE: KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 26/15 vom 24.06.2015

Die allerlangweiligsten Momente seiner Kindheit wird man ein Leben lang nicht vergessen, und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Konzert-oder Museumsbesuch dabei gewesen ist, liegt in unseren Breiten bei 37 bis 43 Prozent. Die Kids, die am vergangenen Sonntag von ihren bildungsbeflissenen Eltern ins 21er Haus geschleppt worden waren, dürften allerdings keine nachhaltigen Schäden davontragen. Sie erwiesen sich sogar Neuer Musik gegenüber als ausgesprochen aufgeschlossen: Ein kaum stehfähiger Knirps mochte, von Mama gestützt, den gebannten Blick gar nicht mehr vom Streichtrio des Studio Dan wenden, das im Souterrain ein mobiles Konzert in der Ausstellungsarchitektur von Krüger&Pardeller gab.

Der Titel der Ausstellung, "Visionen mit Luft und Licht - Becoming Aersolar", lässt zwar die Fadgasalarmglocken schrillen, die Objekte aber, mit denen der argentinische Künstler Tomás Saraceno den Hauptraum bespielt, erwiesen sich als der totale Bringer. Die aus gebrauchten Plastiksackerln gefertigten


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