Seinesgleichen geschieht Der Kommentar des Herausgebers

Der Schrecken von Graz hat uns etwas zu sagen: Wir sind Terrorisierte

Falter & Meinung | VON ARMIN THURNHER | aus FALTER 26/15 vom 24.06.2015

Der Rhythmus wird schneller. Die Brutalität lässt keine Gewöhnung zu, außer daran, dass es immer wieder passiert. Immer wieder bricht das sogenannte Unerklärliche in unser Leben ein. Der Schock, das Verbrechen, der Terror. Schrecken wird ausgeübt, zu welchem Zweck auch immer. Terror muss nicht immer politisch sein, auch wenn es schwerfällt, seine politischen Aspekte nicht zu sehen. Andererseits, gibt es unpolitische Gewalt in Zeiten, da alles dem Geschlechterdenken unterworfen ist? Es kommt auf den Kontext an.

Oft wundere ich mich und denke mir, dass nicht nur ich mich darüber wundere, unterwegs in den Fußgängerzonen, den Verkehrsmitteln, den Menschenansammlungen, auf den Straßen, wie sehr wir uns vollkommen von Übereinkommen einhegen und von immateriellen Vorschriften leiten lassen. Wir gleiten aneinander vorbei, bleiben bei Rot stehen, fahren rechts (bilde ich mir nur ein, dass es, seit die Autos größer werden, eine Tendenz gibt, auf den Mittelstreifen zuzuhalten?). Meist


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