Neue Platten

Feuilleton | aus FALTER 26/15 vom 24.06.2015

Pop

Hudson Mohawke: Lantern

Durch Kanye Wests Album "Yeezus", das er mitgeprägt hat, wurde Hudson Mohawke zu einem gefragten Namen. Deshalb lässt sich der Produzent aus Glasgow aber nicht auf einen Sound oder gar auf Konfektionsware festnageln, wie sein neues Album zeigt. Mit "Lantern" beweist Mohawke, dass er nicht nur Electro-Beats, Quietsch-Keyboards und hochgepitchte Soul-Samples kann -er übt sich etwa auch in neoklassischen Klängen. Die Gästeliste reicht von R&B-Darling Miguel bis zu Trauerstimme Antony. (Warp) SF

Jazz

Die Strottern &Jazzwerkstatt Wien: Wo fangts an

Rechtzeitig zum Abschluss der Saison, in der die 2+7-Kooperation als Stageband im Porgy &Bess fungierte, erscheint deren zweites Album. Melancholie und Ironie wohnen wieder Tür an Tür, musikalisch ist die Bandbreite mindestens genauso groß (Reggae und Afrobeats inklusive), wobei der Abwechslungsreichtum der dramaturgischen Stringenz nicht immer zuträglich ist. Die Zeitkritik light an Facebook hätte man eventuell durch etwas mehr Mut zum musikalischen Überschwang ersetzen können. (Cracked Anegg) KN

Klassik

Géza Anda: The Telefunken Recordings

Géza Anda war eine Piano-Größe der Nachkriegszeit; 1976 starb er auf dem Höhepunkt seiner Karriere an einem Blutsturz. Nun sind unveröffentlichte Aufnahmen von 1950 und 1951 für die Firma Telefunken erschienen. Neben Schumanns "Carnaval" und den "Symphonischen Etüden" sind Werke von Bach, Haydn und Mozart zu hören. Zu Andas Markenzeichen gehörten virtuoses Können und Expressivität ebenso wie Poesie und Intellekt - eine fast vergessene Klavierkunst, die wiederzuentdecken sich lohnt (Audite) MDA


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