Das Drama von Graz

Ein Mann steigt ins Auto und rast durch eine Fußgängerzone. Drei Menschen sterben, 36 werden verletzt. Die Chronologie einer Tragödie

BERICHT: NINA BRNADA, BENEDIKT NARODOSLAWSKY UND DONJA NOORMOFIDI | Steiermark | aus FALTER 26/15 vom 24.06.2015


Foto: J. J. Kucek

Foto: J. J. Kucek

Sein Haus liegt direkt am Murradweg, die Straßen zwischen den Einfamilienhäusern tragen Namen wie Roggengasse oder Weizenweg. In der Einfahrt stehen zwei Geländewagen, zwei kleinere Autos, Sperrmüll und ausrangierte Polstermöbel. Im Zaun ist die Figur eines Hasen eingeklemmt, dahinter ein Basketballkorb. Hier vor dem Haus sei er oft gesessen, mit Sonnenbrille und Ruderleiberl, erzählen die Anrainer. Alen R., 26 Jahre, der Amokfahrer von Graz.

Nun sitzt der Mann in der Justizanstalt Graz-Jakomini hinter Gittern. Vergangenen Samstag stieg er zu Mittag in seinen Geländewagen und drückte in der Grazer Zweiglgasse aufs Gaspedal.

Fünf Minuten dauerte seine Fahrt, sie hinterließ eine Blutspur. Drei Menschen starben, 36 wurden verletzt, zwei Schwerverletzte waren erst Dienstagfrüh über den Berg. Die Amokfahrt von Alen R. veränderte die steirische Hauptstadt. „Graz weint“, ist auf der Website der Stadt zu lesen.

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