Der Bussi-Pussy-Bus

Die Lovetour ist Feindbild der Aufklärungsgegner. Was lernen Kids da wirklich?

Stadtleben | ROADTRIP: BENEDIKT NARODOSLAWSKY | aus FALTER 26/15 vom 24.06.2015

Wenn Susanne Landmann den Kindern vorzeigt, wie man ein Kondom richtig über den Penis stülpt, fragt sie sie gerne, wie viel Sperma denn darin landet. Die Burschen rechnen da gerne in Litern. Landmann hat eine Banane zwischen ihre Knie geklemmt, auf ihrer Hand liegt das Präservativ. Sie rollt es ein Stück weit ab, drückt es vorn zusammen und streift es über das Obst. Nein, kein Liter, erklärt sie den Pubertierenden dann. Bloß zwei Teelöffel Samen. Die 14-jährigen Burschen, die mitmachen wollen, sitzen ebenfalls mit einer Banane zwischen den Beinen und üben mit ihrem Präservativ. Willkommen im Vorzeigeprojekt Lovetour-Bus, der mobilen Sexualaufklärung des Landes Oberösterreich.

Für Konservative dient er in diesen Tagen hingegen als Symbol für eine fehlgeleitete Bildungspolitik, die es sich zur staatlichen Aufgabe gemacht habe, Kinder zu verderben. Seit Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) die Sexualaufklärung an den Schulen neu regeln will, durch die Kinder möglichst


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