Technik Dinge, die uns brauchen

Eine Retrokamera, mit der man telefonieren kann

Medien | PRÜFBERICHT: THOMAS VAŠEK | aus FALTER 26/15 vom 24.06.2015

Retrokameras liegen im Trend, Smartphones bekanntlich auch. Also warum nicht beides miteinander kombinieren? Aufs Erste klingt das nach einer ziemlich schwachsinnigen Idee. Retrokameras mit Digitaltechnik machen Sinn; aber niemand braucht eine Retrokamera mit Digitaltechnik, die auch noch telefonieren kann. Schließlich hat doch jeder ein Smartphone. Aber gut, versuchen kann man es einmal. Das hat man sich wahrscheinlich bei Panasonic gedacht, als man mit der Entwicklung der Lumix DMC-CM1 begann. Und man muss zugeben: Das Ergebnis ist gar nicht so schlecht, wie man denken könnte.

Für 899 Euro bekommt man zunächst einmal eine 20-Megapixel- Kamera mit 28-mm-Leica-Objektiv und Weitwinkel-Optik mit 1-Zoll- Bildsensor, dazu gibt es eine mechanische Auslösetaste sowie einen Schiebeschalter, um schnell zwischen Phone-und Fotomodus zu wechseln; das Display misst 4,7 Zoll. Auch als Smartphone hat das Gerät genügend Power, nämlich einen schnellen Vierkernprozessor und zwei GB Arbeitsspeicher. Insgesamt stehen elf GB Speicher zur Verfügung, der Speicherplatz ist per Micro-SD-Karte erweiterbar. Die Kamera sieht auch ziemlich elegant aus. Mit 200 Gramm ist sie für ein Smartphone zwar sauschwer, für eine Kamera hingegen federleicht. Insgesamt ist die Lumix DMC-CM1 ein durchaus passables Gerät.

Bleibt nur weiterhin die Frage, wozu eine Kamera eine Smartphonefunktion braucht, wenn ohnehin schon jeder ein Smartphone hat.

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


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