"Das analoge Bild schaut im Kino einfach besser aus"

30 Jahre lang hat Ernst Eichwalder im Stadtkino gearbeitet. Jetzt geht der legendäre Filmvorführer in Pension

Feuilleton | PORTRÄT: MICHAEL OMASTA | aus FALTER 26/15 vom 24.06.2015

Es muss Ende 1983 gewesen sein, dass er im Stadtkino angefangen hat, vielleicht war' s auch Anfang 1984. Für drei Jahrzehnte war das Haus am Wiener Schwarzenbergplatz dann sein Hauptarbeitsplatz, und auch die Übersiedlung ins Künstlerhaus am Karlsplatz vor zwei Jahren hat er noch mitgemacht. Jetzt aber sei Schluss, sagt Ernst Eichwalder mit einem Grinsen. Jetzt gehe er in Pension, offiziell zumindest. Dass er im Mai heuer 65 geworden ist, sieht man dem sportlich wirkenden, drahtigen Mann nicht an.

Unser Gespräch findet an einem seiner letzten Arbeitstage statt. Wie so oft in den vergangenen 30 Jahren ist er auch heute als Erster im Kino und wird es spätnachts als Letzter verlassen. Seit fast ausschließlich digital projiziert wird, hat er als gelernter Filmvorführer nur mehr sporadisch zu tun. Er hat auch nicht gleich in der Kabine angefangen, erzählt Eichwalder. "Im Stadtkino gab's einen Vorführer, eine Person an der Kassa, und der Dritte war -grauenhaftes Wort -der Diensthabende,


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