Wo man vergisst, wie die Erde riecht

In Salzburg wurde ein modernes Gefängnis gebaut. Kann Freiheitsentzug überhaupt modern sein?

Feuilleton | AUFSCHLUSS: STEFANIE PANZENBÖCK | aus FALTER 26/15 vom 24.06.2015


Foto: Heribert Corn

Foto: Heribert Corn

Das Erste, was man sieht, ist die Stacheldrahtrolle über dem Tor. Graue, hohe Mauern schließen links und rechts davon an, ziehen sich in Form eines schlichten vierstöckigen Stahlbetonbaus über die grüne Wiese neben dem Gewerbepark in Puch-Urstein. Hier wurde vor kurzem ein modernes Gefängnis fertiggestellt. Aber was ist das eigentlich?

Anstaltsleiter Dietmar Knebel hat zu einer Haftsimulation geladen. Vertreter der Bewährungshilfe und der Volksanwaltschaft sind gekommen, eine Staatsanwältin, der Landesgerichtspräsident und Journalisten. Knebel und sein Stellvertreter bemühen sich um Transparenz, beantworten geduldig alle Fragen. Einige Gäste lachen immer zum falschen Zeitpunkt. Einsperren zum Spaß? Was soll das bringen?


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