Nüchtern betrachtet

Wäre es ein Anfang, man müsste ihm wehren

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Feuilleton | aus FALTER 27/15 vom 01.07.2015

Im Gastgarten meines Herzens herrscht Horror schon seit Jahren. Längst versunken die Tage, da mit meinen schlichten Trinksitten vertrautes Personal sein Wissen an die jüngere Generation mit so wohlgesetzten Worten wie "Der Herr bekommt ein Helles, das weiß man", weitergegeben hat. Sogar der legendäre Herr Peter aus dem Salzgries hat hier kurz einmal seinen Dienst versehen, war mit seinem Salzgriesisch (einer von ihm erfundenen Sprache zur poetischen Verballhornung von Speisen und Getränken) aber bald am Ende und ward seitdem nicht mehr gesehen.

Nun hat selbst die traurigste Klofrau der Welt ihre Dienste eingestellt. Sie ist - wie ich mit enden wollender Zuversicht hoffe - in den verdienten Ruhestand getreten und durch eine jüngere Person ersetzt worden, die ich kindischerweise für ihre Tochter halte - so als würde der buchstäblich beschissene Job vererbt werden. Noch macht sie einen ganz klein weniger zerrütteten Eindruck als ihre Vorgängerin, aber ich bin mir sicher, dass sie


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