Vom Wert der Sportpädagogik

Über ein Kolloquium an der Uni Wien zu Leistungssport und Menschenbild


Unibesuch: Johann Skocek
Stadtleben | aus FALTER 27/15 vom 01.07.2015

Harald Lange ist ein witziger, gemütlicher Pädagoge. Seine Bestzeit über 800 Meter betrug ungefähr 1: 56 Minuten, das sind zwei Runden um den Fußballplatz, und die würde er heute eventuell noch mit dem Fahrrad schaffen. Der Leistungssport liegt weit hinter ihm und gleichzeitig vor ihm. Denn Lange bildet Trainer an der deutschen Sporthochschule in Köln aus und lehrt Sportpädagogik an der Universität Würzburg.

In der vergangenen Woche nahm er in Wien an einem von Konrad Kleiner am Institut für Sportwissenschaften an der Universität Wien organisierten Kolloquium zum Thema "Pädagogik - Doping - Leistungssport" teil.

"Trainer müssen in der Arbeit mit ihren Athleten danach trachten, sich überflüssig zu machen", sagt Lange. Das Ziel sollte nämlich sein, den Sportler, sei er ein zwölfjähriger Läufer oder eine 25-jährige Hochleistungssportlerin, zu einem selbstständigen Menschen zu erziehen. Schließlich werde der Sport von Politikern, Funktionären, Medien und Sponsoren auch

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