Kunst und Krempel

Spannendes Thema, schlecht vermittelt: Die Kunsthalle Wien zeigt die Sammlungen von Künstlerinnen und Künstlern

Feuilleton | Besprechung: Matthias Dusini | aus FALTER 27/15 vom 01.07.2015

Die Kunsthalle Wien hat sich für ihre Sommerschau ein reizvolles Thema überlegt: die Sammlungen von Künstlerinnen und Künstlern. Während das Kunstsammeln selbst aufgrund übertriebener kommerzieller Interessen ein wenig in Verruf geraten ist, häufen sich in den Ateliers Dinge an, bei denen nicht der Preis, sondern die Lust im Vordergrund steht.

Der Maler Max Renkel etwa hat eine Kollektion von Visitenkarten, Frauenporträts und Büchern über Farbe zusammengetragen. Zu jedem einzelnen Objekt weiß er eine Geschichte zu erzählen. Einige Karten etwa, billig in einem Antiquariat erstanden, konnte er als Teile des berühmten Bilderatlas des Kunsthistorikers Aby Warburg identifizieren.

Sammelnde Künstler sind ein spannendes Kapitel der Kunstgeschichte. Die alten Meister verwendeten die Bilder von Kollegen als Vorlagen, die es zu kopieren oder zu übertreffen galt. Legendär sind die Sammlungen der Surrealisten, die sich von barocken Wunderkammern oder außereuropäischer Kunst inspirieren


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