Wenn Lilli Pop macht

Wenn Kinder ihre Eltern ins Museum begleiten, wird ihnen schnell langweilig. Im Mumok unternimmt man was dagegen

Museumsbesuch: Christopher Wurmdobler | Stadtleben | aus FALTER 27/15 vom 01.07.2015

Der "Kinderkunst-Transporter" ist ein Renner. Auch wenn der Name etwas verwirrend ist: Schließlich transportiert das Rollwägelchen, das sich Kinder, die ihre Eltern ins Mumok begleiten (müssen) und das es gratis an der Kasse zum Ausborgen gibt, keine Kinderkunst. Vielmehr ist die rollende Kiste, die auch als Tisch oder Hocker taugt, voll mit Stiften, Papier und Büchern. Und neuerdings packt die Museumsabteilung "Kunstvermittlung für Kind, Familie & Jugendliche" eine weitere Publikation in den Transporter: "Lilli macht Pop" heißt das Begleitheft zur aktuellen Pop-Art-Ausstellung. Und es ist auch ohne Kinderkunst-Transporter gratis erhältlich.

Mit Kindern ins Museum. Das kann - sofern es sich nicht um zielgruppengerechte Museen oder sehr kunstinteressierte Kinder handelt - eine ziemliche Tortur sein. Nämlich für Kinder wie Begleitpersonen. Generationen von diesbezüglich Italien-Geschädigten aus bildungsnahen Schichten ("morgen gehen wir eh an den Strand ...") können ein Lied davon

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