Nachgesehen

Buttersäure in der Wohnung des Starkochs Christian Petz

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Politik | Nina Brnada | aus FALTER 27/15 vom 01.07.2015

Christian Petz ist Haubenkoch, er arbeitete im Meinl am Graben und im Palais Coburg. Er kennt die halbe Stadt und muss sich vor niemandem fürchten. Doch seit Kurzem trauen sich seine Familie und er kaum noch in die eigene Wohnung im dritten Bezirk. Denn zuerst wurde den Petzs ein Pflasterstein in das Fensterglas geschmissen, dann Buttersäure ins Wohnzimmer gesprüht. "Wir vermuten, dass diese Vorfälle etwas mit unseren Beschwerden zu tun haben", sagt Petz, ein Vorwurf, den er nicht beweisen kann.

Was war geschehen? Unterhalb der Wohnung der Familie wurde im Herbst eine laute Bar in Betrieb genommen, die Familie störte der Lärm. Über diesen hatte sie sich seither Dutzende Male bei Polizei, Bezirksvorstehung und Gewerbeamt beschwert - ohne Erfolg. "Wir fühlen uns im Stich gelassen", sagt Petz. "Es ist absurd. Anstatt uns zu schützen, legen uns die Behörden nahe, aus der Wohnung auszuziehen."


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