Austro-Rap, oder: "Kabinenparty" Teil zwei ist auf Skeros neuem Album nicht dabei

Feuilleton | Musikkritik: Gerhard Stöger | aus FALTER 27/15 vom 01.07.2015

Wir schreiben 2035. Der rüstige Rentner Rudi Dolezal moderiert aus dem Altersheim heraus eine Austropop-Show. In der Folge "Die Ein-Hit-Wunder" schafft er es bis herauf ins Jahr 2010 und erzählt da vom sympathisch verkifften Rapper Skero und dessen Kracher "Kabinenparty", der anno dazumal dermaßen krachte, dass er gleich zwei Sommer lang als Hit funktioniert hat.

Das ist irgendwie lustig, aber natürlich auch blöd. Doch der Filmemacher und Austropop-Archiv-Verwurster wird mit seiner Fehleinschätzung nicht alleine sein. Immer wieder sind Skero damals in seinen Tagen als etwas anderer Austro-Popstar schließlich junge Menschen begegnet, die sich als seine größten Fans ausgaben, aber nur diese eine Nummer kannten: "Getscho, gemma, Vulgas!"

Vollgas? Eigentlich war das Skeros Sache nie. Zumindest nicht bei der Musikproduktion. Der Mann hat seinen eigenen Rhythmus, und er folgt in seiner Arbeit nicht den Gesetzmäßigkeiten des Marktes, sondern den eigenen Qualitätsvorstellungen.

Vor "Kabinenparty"


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