Kolumne Außenpolitik

Der Terror bedroht die Demokratisierung Tunesiens

Falter & Meinung | Franz Kössler | aus FALTER 27/15 vom 01.07.2015

Ein perfekter Krisensturm bläst die europäische Einheit auseinander, schreibt The Observer: die Flüchtlingskrise, Grexit, Brexit und der islamistische Terrorismus. Auf keines dieser Probleme hat Europa eine gemeinsame Antwort gefunden. Um sich mit dem Terrorismus zu befassen, hatten die Regierungschefs bei ihrem jüngsten Treffen keine Zeit.

Drei Anschläge an einem Tag riefen das Problem in Erinnerung. Nahe Lyon enthauptete ein Angestellter einer Transportfirma seinen Chef und raste mit seinem Auto in das Lager einer Gasfabrik. Er war der französischen Polizei als radikaler Islamist bekannt. In einem tunesischen Touristenresort erschoss ein Attentäter 37 Menschen, vorwiegend europäische Urlauber. Tunesien ist als einzige Demokratie, die aus dem Arabischen Frühling hervorgegangen ist, eine Provokation in den Augen der Fundamentalisten. In Kuwait verursachte ein Selbstmordattentäter des sunnitischen Islamischen Staats ein Massaker in einer schiitischen Moschee: 27 Tote.

Zwischen den


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