Verbale Beurteilung: Grotesk

Nach dem Asylgipfel vermasselt die Koalition auch die Schulreform. Warum?


Analyse: Barbara Tóth
Politik | aus FALTER 28/15 vom 08.07.2015

Man kann zum burgenländischen Landeshauptmann Hans Niessl stehen, wie man will, aber der Mann, der der SPÖ eine saftige Rot-Blau-Debatte bescherte, ist keiner, der nicht ankündigt, was er als Nächstes ausheckt. So war es auch diesmal, als Niessl - gemeinsam mit Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) - die Reformgruppe Bildung der Regierung kurzerhand platzen ließ. "Ich kann inhaltlich nicht mehr mit", verlautbarte der Burgenländer vor zwei Wochen gegenüber seinen Parteifreunden in Wien. Vergangenen Freitag machte er es dann offiziell. Die Reformkommission, von der Regierung letzten Herbst eingesetzt, um die Schul-Causa endlich voranzubringen, sollte da gerade zum dritten Mal tagen.

Was ist es, womit Niessl, gelernter Hauptschullehrer, und Pröll, auch nicht gerade ein Waserl, "nicht mehr mit mitkönnen"?

Die Antwort darauf ist nicht nur ein Lehrstück über die vertrackte österreichische Schulorganisation aus dem Jahr 1962, die das Wohl des Apparats immer schon mehr

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