Der Berg ruft: Wo geht's zum Kofel?

Feuilleton | MD | aus FALTER 28/15 vom 08.07.2015

Der Paternkofel ist einer der Berge der Sextner Dolomiten und aus mehreren Richtungen begehbar. Von der Dreizinnenhütte führt ein 600 Meter langer Kriegsstollen hinauf (Stirnlampe erforderlich), der nach der Wintersperre freigegeben sein dürfte. Der leicht zu begehende De-Luca-Innerkofler-Klettersteig beginnt am Büllelejoch. Vom Gipfel kann man dann eine Runde zu den benachbarten Drei Zinnen unternehmen.

Ausgangspunkt der Aufstiege ist das Fischleintal am Rande von Sexten, das an die berühmten Kletterberge des Elfer- und Zwölferkofels, an Paternkofel und die Drei Zinnen heranführt. Ein zwei-oder mehrtägiger Ausflug ist ratsam, denn dann kann man mehrere Routen miteinander kombinieren. Die Übernachtungsmöglichkeiten sind wenige Gehstunden voneinander entfernt: Dreizinnenhütte, Büllelejochhütte und Zsigmondyhütte. Von der Zsigmondy führt ein Weg zum berühmten Alpinisteig, der alte Kriegsstellungen verbindet. Hier liegt auch jetzt noch viel Schnee. Bergführer haben den Weg jedoch so präpariert, dass keine Gefahr besteht.

Eine weiterführende Lektüre zum Thema Dolomitenkrieg bietet das lesenswerte neue Buch "Sepp Innerkofler -Bergsteiger, Tourismuspionier, Held" der Historiker Hans Heiss und Rudolf Holzer, das die historische Figur in die Tourismusgeschichte des Hochpustertals einbettet. Die Autoren beschreiben den mythischen Kriegshelden als erfolgreichen Aufsteiger. Das Geschäft mit dem Bergsteigen und Skifahren brachte eine neue Schicht einheimischer Unternehmer hervor.

Hans Heiss, Rudolf Holzer: Sepp Innerkofler - Bergsteiger, Tourismuspionier, Held. Folio, 128 S., € 19,90


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