Basics Grundkurs Kochen (304)

Fast wie Schuberts Winterreise: ein Salat vom Paradeise

Stadtleben | CW | aus FALTER 28/15 vom 08.07.2015

Der Titel oben ist natürlich wieder einmal total irreführend. Denn erstens müsste es "mit Paradeisern" heißen und zweitens kann man sich fast nichts Sommerlicheres vorstellen als einen Paradeisersalat. Weil die netten Nachtschattengewächse gerade so viel Sonne abbekommen, schmeckt auch die regionale Freilandware schon nach was. Wer Paradeiser nicht sofort einfach so (Tipp: reinbeißen, ohne sich das Gewand zu versauen!) mit einer Prise Meersalz verzehrt, dem bleibt bei diesen Temperaturen bloß Salat. Oder die kalte Suppe.

Für den Salat halbieren wir - je nach Größe und Anzahl der Essenden - die Paradeiser. Am besten, man schneidet ganz knapp am Stielansatz vorbei. Die eine Hälfte wird noch zweimal halbiert. Bei der anderen entfernen wir "das Grüne da"(der Stielansatz ist "leicht giftig" sagt Wiki, darum) und gehen dann auch zweimal halbierend vor. Paradeiserschnitz in eine Schüssel geben, etwas salzen. Zu sauer sollte der Salat nicht werden, darum drücken wir nur eine Zitronenhälfte über den Paradeisern aus, pfeffern und geben zum Schluss mehr oder weniger großzügig bestes Olivenöl dazu.

Man darf auch variieren. In die Heurigenversion gehören Zwiebelwürfel. Die griechische Variante verträgt Gurken-und Fetawürfel. Für die rustikalere Caprese-Variation mischt man Basilikumblätter und Mozzarellakugeln unter. Auf keinen Fall sollte man den Saft wegschütten. Auftunken. Das ist das Beste!

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