Neue Platten

Feuilleton | aus FALTER 28/15 vom 08.07.2015

Pop

Ezra Furman: Perpetual Motion People

Zwei Seelen wohnen, ach! in seiner Brust: Ezra Furman ist ein ziemliches Zornbinkerl, ein unwiderstehlicher Charmeur ist er aber auch. Seit geraumer Zeit mischt der 28-jährige US-Musiker Slackerpop mit Saxofon, Punk mit Kontrabass und Singer/Songwritertum mit scharf. Nun kommen auch noch Doo Wop und Sixtiespop der Marke "Eis am Stil, aber versaut" dazu. Zugänglich wie nie zuvor, bleibt Furman dabei gewohnt gewitzt: "It's fine being drunk on the weekend / But it's finer being drunk all week."(Bella Union) GS

Global

Mbongwana Star: From Kinshasa

Vor ein paar Jahren sorgten Staff Benda Bilili aus Kinshasa weltweit für Aufsehen. Einige der auf der Straße aufgewachsenen Musiker sitzen infolge von Kinderlähmung im Rollstuhl. Zwei Mitglieder der inzwischen aufgelösten Gruppe bilden nun mit jüngeren Mitstreitern Mbongwana Star. Mbongwana heißt "Veränderung". Wie passend: Die Band spielt eine kaum zu fassende wilde Mischung aus Postpunk, Afrobeat, Funk und Dub. Die Musiker sagen: "Wir machen aus Müll Magie." So ist es! (World Circuit) SF

Klassik

Jacques Rouvier: Maurice Ravel

Jacques Rouvier zählt weltweit zu den besten Klavierpädagogen, unter anderem hat er Hélène Grimaud, David Fray und Arcadi Volodos unterrichtet. 1975 spielte der Franzose das gesamte Klavierwerk Maurice Ravels ein und wurde dafür mit dem begehrten Grand Prix du Disque ausgezeichnet. Endlich liegt diese lange vergriffene Aufnahme als digitale Neuauflage vor. Sie bietet Musik von höchster Eleganz, Virtuosität und Delikatesse. Kurz: eine zeitlose Interpretation, die bis heute ihre Gültigkeit bewahrt hat. (Calliope) MDA


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